Erweiterung Max-Planck-Gymnasium in Nürtingen

1. Preis

Ausschnitt aus der Preisgerichtsbeurteilung:
»… die Ausbildung der Gelenksituation im Übergang zum Altbau wird positiv gesehen … aus der linearen Stegelement wird sehr selbstverständlich ein über alle Geschosse reichender ›Treppenraum‹ entwickelt …  insgesamt handelt sich bei dieser Arbeit um einen sehr guten Beitrag zur Erweiterung des Max-Planck-Gymnasiums.«

Der unter Denkmalschutz stehende Bau des Max-Planck-Gymnasiums bildet mit dem davor liegenden Schulhof das Leitbild der Schule und formuliert die zentralen Themen Orientierung und Entree unprätentiös und direkt.
Die Erweiterung übt bewusst räumliche Einfachheit aus, um das vorgegebene städtebauliche Gefüge nicht zu stören, jedoch die Zuordnung des Neubaus zum Bestand zu thematisieren und zu unterstreichen.
Der Neubaukörper ist orthogonal an den Bestand angelegt. Die vorhandene Straßenflucht im Bereich der Sigmaringer Straße wird aufgenommen. Durch die Ausnutzung des minimalen Grenzabstandes in Richtung Westen ist die notwendige Überschneidung des Altbaus minimiert. In Verbindung mit dem vorhandenen Baumbestand ergibt sich eine den Schulhof umschließende »Vierseitenanlage«. Der dreigeschossige Neubau orientiert sich in seiner Höhenentwicklung an der Traufe des »alten Nachbarn«.
Das Raumprogramm umfaßt im wesentlichen 9 Klassenräume sowie 2 großzügige Musikräume im EG, welche über mobile Trennwände mit der Foyerfläche zu einer großzügigen Aula verbunden werden können. Die Aula, sozusagen das bauliche Zentrum einer Schulgemeinschaft, kann für etwa 200 Menschen möbliert werden. Die Orientierung zum Schulhof ermöglicht überdies vielfältige Nutzungsmöglichkeiten im Sommer.
Das 1. und 2. Obergeschoß werden mit dem Erdgeschoß über einen durchgehenden Luftraum verbunden.
Eine ins Licht gestellte einläufige Treppe verbindet die Ebenen miteinander und schafft eine offene und freundliche Atmosphäre im gesamten Gebäude.