Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen am Vogelsangareal in Esslingen

Der Neubau befindet sich am äußeren Rand der Altstadt von Esslingen, die mit seinen grazilen historischen Strukturen und oft miteinander verketteten, steilen Satteldächer beeindruckt.
Stadträumlich wie architektonisch versteht sich der Neubau als „Vorbote“ der Altstadt und sucht unverkennbar eine Architektursprache, die den imposanten Bau in das herrschende Stadtbild integriert, während die Gestaltungssprache gleichzeitig die Modernität eines Bürobaus von heute belegen will und die räumliche Kraft ausstrahlen muss, um an der viel befahrene Vorgelsangbrücke bestehen zu können.
Über 300 Arbeitsplätze befinden sich auf einer kleinen Grundfläche von 1600qm und auf 4 Geschoßen. Die Grundrisse sind penibelste genau auf die stadträumliche Situation angepasst. Zwei hofartige Einschnitte sorgen für eine adäquate Belichtung und Orientierung. Die Funktionen wurden in sowohl in Einzelraumbüros untergebracht, als auch in Gruppenbüros bis hin zu „Open Space“.
Neben den steilen aneinander verketteten Satteldächer, die weitestgehend diverse technischen Anlagen beherbergen und damit für eine ausgewogene fünfte Fassade sorgen, erfuhren die Fassade als äußere Erscheinung des Baus eine besondere Beachtung als der wichtigster Faktor zur Integration Architektur in die Altstadt und dem gesuchten Ausdruck der Modernität.
Dafür wurden in Einklang mit der Bauherrschaft auf ein „Glaspalast“ verzichtet und analog zur Altstadtarchitektur mit schmalen Einzelfenstern gearbeitet, genauer 420 stringent geordnete Fenster.
Für die Symbiose zwischen Traditionell und Modernität steht eine besonders anspruchsvolle Fassadenkonstruktion: Sichtbeton!
Es handelt sich um eine besonders aufwendig geplante und konstruierte Konstruktion, da wir jegliche Art von Dehnfugen verzichten wollten und eine „Architektur aus einem Guss“ suchten. Bildlich gesagt, handelt es sich bei der Betonfassade um eine 240m langer Wand am Stück, welche das gesamte Gebäude umhüllt.
Sie musste gleitend gelagert werden, um allen Warm-Kalt Temperatur-Einflüssen unbeschadet Stand zu halten. Das heißt, dass sich die äußere Fassade gegenüber dem Bau dreidimensional, also in fast allen Richtungen, auch tatsächlich bewegen kann, an manchen Stellen 1-2 cm, am Giebel sogar bis zu 4 cm! Die Bewegungsfreiheit der Wand ist planerisch an allen Anschlussstellen der Dächer und den Fenstern, der Sockel etc. berücksichtigt.

 

  • Baubeginn: Januar 2014
  • Fertigstellung: Januar 2016
  • Bearbeitung: LPH 1-8
  • Baukosten: 24 Mio €
  • BGF: ca. 10.000 m²
  • BRI: ca. 33.500 m³
  • Arbeitsplätze: 300

 

Bauherr: Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen
Bahnhofstraße 8
73728 Esslingen a.N.

Ansprechpartner:
Herr Eitel 0711/398-44350

 

Projektanschrift:
Vogelsangareal
73728 Esslingen a.N.