Neuer Sitz des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen/Belgien

Auslober: Parlament Deutschsprachiger Gemeinschaft

Der Neubau entwickelt sich rechtwinklig zur Bestandsstruktur. Stadträumlich entsteht dadurch ein kräftiger Winkel, der im Herz der Anlage, ein adäquates Entree für das neue Parlament bildet. Der "Empfangsbau" im Südosten des Altbaus erschließt den Bestand, sowie die neuen Versammlungsräume. Er erscheint transparent und einladend unter Berücksichtigung der besonderen Topografie. Hier werden die Besucher empfangen und gelangen auf kurzem Weg zur Empore des Plenarsaals, in den südlichen „Kreis“. Ebenso gelangen die Parlamentarier von diesem zentralen Empfang über eine dynamisch gewendelte Treppe in den Plenarsaal im Hanggeschoss. Am Empfangsgebäude beginnt und endet auch der „Wandelweg“. Auf der Westseite schiebt sich der„Empfangsbau“ bis in den Altbau hinein, er erschließt dort die permanente Ausstellung, sowie das gesamte Bestandsgebäude. Es entsteht eine klar gegliederte Funktionsaufteilung, die sich ohne räumlich-visuelle Grenzen organisieren lässt.

Der Plenarsaal: Ein Raum, introvertiert in seiner gerundeten Form und gleichzeitig extrovertiert über die Transparenz zum „Regierungspark“. Ein Kreuz in der Dachlandschaft des Plenums betont den Mittelpunkt der Anlage und hebt den Stellenwert der parlamentarischen Arbeit hervor. Über diese Glasfuge wird Tageslicht in den Plenarsaal gebracht. Der „Wandelweg“: Ein Pfad der Kommunikation, eine Spur zum befreiten Gedankenaustausch. Der umgebende Naturraum ist ein wertvoller Bestandteil des Ganzen, der so zum integrativen Teil der demokratischen Entscheidungsfindung wird.