PPP-Rausthausneubau Remshalden

2. Rang

Städtebau

Der Vorschlag, das Rathaus aus der Flucht der westlichen Anschlussbebauung herauszunehmen und weiter in Richtung Untere Hauptstraße zu rücken wird gerne aufgegriffen.

Das Rathaus wird dadurch präsenter, der nördliche Vorbereich ist nicht mehr "Vorplatz.
Durch die Verschiebung des Gebäudes verschiebt sich auch die TG-Einfahrt nach Norden und rückt somit weiter aus dem Kreuzungsbereich heraus.

Wasserrinne
Die Wasserrinne interpretieren wir als Element, welches die Untere Hauptstraße mit der Stufenanlage zum Anger verknüpft. Eine Vielzahl von Kristallisationspunkten bewirkt eine hohe Attraktivität und Aufenthaltsqualität vor dem Rathaus von Erwachsenen und Kindern.

Auf subtile Weise werden Rathausvorplatz und Marktplatz zoniert, nach unserem Verständnis jedoch nicht getrennt, da die vertikale Komponente nicht vorhanden ist.

Hinsichtlich des Umgangs mit Wasser muss eine konkrete Auseinandersetzung mit der Bauherrschaft erfolgen auch im Hinblick auf die Folge- und Unterhaltskosten.

Innere Organisation
Das Treppenhaus im Eingangsbereich wurde komplett überarbeiten.
Eine dreiläufige Podesttreppe mit dazwischenliegendem Aufzug sichert eine kompakte Erschließung unter Berücksichtigung der speziellen Brandschutzanforderungen.

Externe / selbständige Nutzung des "Gemeindeparlamentes"
Eine getrennte Nutzung des Saals im 1. OG ist ohne Einbeziehung der Halle im EG der Bereiche im 2. OG gewährleistet.
Der Besucher betritt den Vorraum, gelangt direkt in das Treppenhaus und wird in das 1. OG geführt.
Das 1. OG wird im Flurbereich so abgetrennt, dass kein Anschluss in das 2. OG gewährleistet ist.
Dies kann insbesondere durch die neue Anordnung der Freitreppe im Atrium elegant gelöst werden.
Im 1. OG befinden sich bei dieser Konstellation lediglich der Besprechungsraum und das Fraktionszimmer im extern genutzten Bereich. WC-Anlage, Küche und Stuhllager können je nach "Weichenstellung" benutzt werden.

Die Verbindung zwischen dem kleinen Saal mit Küche und Stuhllager wird durch entsprechende Türen
gewährleistet.

In diesem Zusammenhang sei vermerkt, dass die externe Nutzung des Saales im OG attraktiv ist, wenn die repräsentativen Eigenschaften im Umfeld zur Verfügung steht. Hier ist insbesondere die Qualität des Foyers von hoher Bedeutung.
Der Entwurf bietet auch die Möglichkeit, den oberen Saal über die Eingangshalle zu erschließen und dennoch einen kontrollierbaren Bereich zu schaffen, indem über entsprechende Flurabtrennungen der Zugang zu Teilbereichen verhindert wird.

Raumhöhe Trauzimmer
Die Raumhöhe des Trauzimmers wird auf die einfache Geschosshöhe reduziert. Die Empore wird komplett umgestaltet. Die Lüftungszentrale wird in den zur Verfügung stehenden Luftraum eingestellt. Dadurch ergeben sich kurze Wege für die Leitungsführung.
Über die nunmehr durchgehende Empore wird ein formal ansprechender Übergang vom großen zum kleinen Saal ermöglicht. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die mobile TW geöffnet wird und die beiden Säle zusammengeschaltet werden.

Situierung Verwaltungsspitze
Das BM Zimmer rückt nach Vorne, an die Süd –West-Ecke des Rathauses. Vor dem BM-Zimmer ergibt sich ein kleiner Wartebereich, welcher direkt zum Marktplatz orientiert ist.
Das BM Zimmer ist über Eck belichtet und orientiert.

Belichtung Flure
Die Belichtung der Flure wurde dahingehend verbessert, dass die Flurenden durchgehend belichtet werden. Die Orientierung im Gebäude wird dadurch noch einfacher.

Personalaufenthalt
Dieser Bereich wird vom EG in das 2. Obergeschoss gelegt. Damit ist die notwendige Privatheit dieser Funktion gewährleistet.

Fassadengestaltung
Grundsätzlich sind verschiedene Fassadenmaterialien für das Rathaus denkbar.
Gerne würden wir eine vorgehängte Fassade aus Muschelkalk vorschlagen.
Wir weisen darauf hin, dass die Materialität an sich nicht allein ausschlaggebend für die Ausstrahlung einer Fassade ist. Wenn man sich für das sehr noble Fassadenmaterial Stein entscheidet, muss die entsprechende Detailausbildung gewährleistet sein. Dies hat natürlich preisliche Konsequenzen.

Oft hat das weniger noble Material bei richtiger Detailausbildung mehr Charakter und Ausstrahlung.

Stützenraster
Das Stützenraster für das Gebäude wurde entwickelt und in allen Ebenen dargestellt.

Behinderten WC
Das Behinderten-WC kann in das EG verlegt oder in beiden Ebenen untergebracht werden.
Zu bedenken ist, dass bei externer Nutzung des Veranstaltungsbereiches im 1. OG dort auch ein Behinderten-WC vorhanden sein sollte.

Serverraum
Eine Anordnung des Serverraumes im 2. OG wäre grundsätzlich denkbar.

Raumtrennung Sitzungsbereich
Durch die Reduzierung der Raumhöhe ist die Anordnung der mobilen TW technisch und hinsichtlich der Bedienerfreundlichkeit einfach zu gewährleisten. Eine Integrierte Verbindungstür ist notwendig (Fluchtweg) und vorgesehen.

Verbindungstür zwischen den Büroräumen
In Teilbereichen verlangt das Brandschutzkonzept eine Verbindungstür zwischen den Räumen, um ohne Inanspruchnahme der Halle zu einem notwendigen Treppenhaus zu gelangen.
In Bauten der öffentlichen Verwaltung wird in der Regel ein Behördenflur gewünscht.

Möblierung Bürgerbüro

Hier ergeben sich grundsätzlich viele Möglichkeiten welche sehr stark nutzerabhängig sind. Die vorgeschlagene Thekenvariante ist hierbei ein "Platzhalter".
Grundsätzlich wäre eine Erschließung des Bürgerbüros auch direkt über den Windfang möglich, wodurch ein komplett autarker Betrieb des Bürgerbüros gewährleistet werden könnte.

Gebäudereinigung
Auf jeder Ebene befinden sich Putzräume mit Ausgussbecken.
Die Hauptstation für die Gebäudereinigung befindet sich im UG. Über den Aufzug sind alle Ebenen miteinander verknüpft und somit gut und schnell erreichbar.

Umkleidebereiche
Die Umkleidebereiche wurden geschlechtergetrennt dargestellt und erhalten jeweils eine komplette eingerichtete Nasszelle.